Federführender Begünstigter

Am IZES werden Konzeptionen und Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz im Rahmen der Energiewende entwickelt und außerdem die systemische Analyse von Stoffströmen und Flächennutzungen im Rahmen von ganzheitlichen Ressourcennutzungsstrategien erforscht.

Im Projekt Energiewaben ist IZES Gesamtprojektleiter. Inhaltlich wirkt es an der allgemeinen und individuellen Konzeption der vier geplanten Energiewaben mit, untersucht die juristischen, marktwirtschaftlichen und regulatorischen Aspekte für die Umsetzung von Energiewaben in der Großregion und wertet die Simulation aus. Außerdem konzipiert und koordiniert IZES die Öffentlichkeitsarbeit im Projekt in Abstimmung mit den anderen Partnern.

Projektpartner

Die Stadtwerke Trier (SWT) versorgen die Stadt Trier zuverlässig und kompetent in den Bereichen Strom, Gas, Trinkwasser und Wärme. Außerdem sind sie für Abwasserreinigung, ÖPNV, Parken, Hallenbad, Saunaanlage und  Telekommunikation zuständig. In der Region sind sie als Gas- und Wasserversorger und als Dienstleister im Ingenieurbereich sowie für Materialbeschaffung und -lieferung tätig. Deutschlandweit vertreiben die SWT die Energieprodukte Römerstrom und Römergas. In der Region Trier erzeugen sie regenerative Energie aus eigenen Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerken und sind Verteilnetzbetreiber der Stadt Trier.

Im Projekt EnergiewabenGR modellieren die Stadtwerke Trier die Energiewabe für die Region Trier (ca. 500.000 Einwohner, Fläche ca. 5.000 km²) gemeinsam mit den regionalen strategischen Partnern, dem Verteilnetzbetreiber Westnetz und der Hochschule Trier.

Zudem finden die Simulationen aller vier Modellenergiewaben im Leitcenter der SWT statt.

UEM ist als Stromproduzent und -versorger in der Stadt Metz tätig. Außerdem ist UEM verantwortlich für die Wärme- und Gasversorgung sowie Beleuchtung und Telekommunikation. UEM verfolgt außerdem Aktivitäten im Bereich e-Mobilität.

Über die Simulation der Interaktion der Energiewabe Metz mit den anderen Waben hinaus, untersucht UEM auch den Beitrag von intelligenten Zählern im Rahmen der Energiewende speziell unter dem Aspekt möglicher Energieeinsparungen.

Die entsprechende Untersuchung gliedert sich in vier Phasen:

  • Definition eines repräsentativen Befragungspanels und Erhebung der Bedürfnisse und Erwartungen potenzieller NutzerInnen als Basis für neue Serviceangebote.
  • Eine Phase zur Entwicklung neuer Angebote und Services
  • Eine Phase, in der intelligente Zähler mit Kommunikationsschnittstelle zum Test der neuen Angebote bei ausgewählten KundInnen installiert werden
  • Eine Auswertungsphase, die vor allem das Nutzerverhalten und eventuelle Energieeinsparungen sowie deren Auswirkungen auf die Stromrechnung untersuchen soll.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens umfasst die 9 deutschsprachigen Gemeinden (76.300 Einwohner) Ostbelgiens. Sie engagiert sich im Bereich erneuerbare Energien und Mobilität und hat im Rahmen ihres Regionalen Entwicklungskonzeptes ein Energieleitbild für die Region erstellt. Für die Grenzregion spielt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. Außerdem hat Ostbelgien eine Brückenfunktion in den deutschsprachigen Raum: Häufig werden Best Practices aus diesen Regionen aufgegriffen und Partnern aus dem frankophonen Landesteil weitervermittelt.
Initiativen, die zur regionalen Energieversorgung beitragen und gleichzeitig in den europäischen Rahmen eingebettet sind, sollen jetzt mit dem Interreg-Projekt „EnergiewabenGR“ weiterentwickelt werden, um den Ausbau von erneuerbaren Energien voran zu treiben. Dies wird in enger Zusammenarbeit mit der Wallonischen Region und den Netzbetreibern durchgeführt.

COCITER, gegründet 2012, ist ein in der Wallonie tätiger Energieversorger, der Strom anbietet der zu 100% grün ist, aus der Region stamm und von Bürgergenossenschaften produziert wird. COCITER ist das Werkzeug für die Stromlieferung von mittlerweile 10 Energiegenossenschaften des Dachverbandes REScoop.Wallonie. COCITER ist stark an Konzepten für eine maximale Integration von erneuerbaren Energien im Stromnetz interessiert.

Rolle von COCITER im Interreg-Projekt

Im Projekt EnergiewabenGR gestaltet COCITER in Zusammenarbeit mit der Produktionsgenossenschaft Courant d‘Air auf Basis des allgemeingültigen Energiewaben-Konzepts die individuelle Energiewabe Ostbelgien aus. In Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Daten und der Konfiguration des Verteilernetzes wird im Rahmen der Aktion 2 die genaue Abgrenzung der Wabe definiert.

Um die Ausgangssituation zu ermitteln werden historische Daten von Erzeugungsanlagen sowie in Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber ORES Lastgänge an Netzknotenpunkten herangezogen. Fehlende Daten werden durch die Rekonstruktion von Werten basierend auf Referenzanlagen und Referenzprofilen (gegliedert nach Erzeuger und Verbrauchergruppen) berechnet. Um das Angebot an Daten für die eigentliche Simulation und Demonstration zu erweitern, sieht Courant d’Air die Installation von Hardware für Aufzeichnung und Übertragung der Daten von insgesamt ca. 35 Anlagen bzw. Verbrauchen vor. COCITER wird sich mit der Analyse der Daten befassen, deren Sammlung, Formatierung und Übertragung zur zentralen Regelungseinheit.

COCITER und Courant d’Air werden unter Berücksichtigung der spezifischen Situation der Wabe Ostbelgien, den zu erwartenden Entwicklungen, und den Ausregelungspotentialen, verschiedene Szenarien zur bestmöglichen Ausregelung der Wabe erarbeiten, bevor im Verbund mit den Nachbarwaben die Ausregelung von Überschüssen und Defiziten analysiert werden wird.

Die Genossenschaft Courant d’Air, gegründet in 2009, möchte einer größtmöglichen Anzahl Bürger den Zugang zu den erneuerbaren Energien ermöglichen. Courant d’Air zählt aktuell (März 2017) 1.750 Mitglieder und trägt das Statut der sozialen Zielsetzung. Das bedeutet, dass die Genossenschaft nicht nur die finanzielle Bereicherung ihrer Mitglieder anstrebt, sondern durch die Nutzung der erneuerbaren Energien einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen möchte. Neben der Investition in erneuerbare Energien und Energieeffizienzprojekte, initiiert und unterstützt Courant d‘Air Projekte mit sozialem, ökologischem und nachhaltigem Charakter. Es werden beispielsweise Sammeleinkäufe organisiert, sozial ausgerichtete Organisationen unterstützt, Energieaudits angeboten, und Projekte für die Elektromobilität angegangen. Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Sensibilisierung, insbesondere der Kinder und Jugendliche, über die Notwendigkeit eines Umstiegs auf erneuerbare Energien und eines sparsamen Umgangs mit Energie. Courant d’Air ist aktuell Eigentümer von 3 Windkraftanlagen, die den Verbrauch von knapp 4.000 Haushalten decken.

Rolle von Courant d’Air im Interreg-Projekt

Im Projekt EnergiewabenGR gestaltet Courant d’Air in Zusammenarbeit mit dem belgischen Stromlieferanten COCITER auf Basis des allgemeingültigen Energiewaben-Konzepts die individuelle Energiewabe Ostbelgien aus. In Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Daten und der Konfiguration des Verteilernetzes wird im Rahmen der Aktion 2 die genaue Abgrenzung der Wabe definiert.

Um die Ausgangssituation zu ermitteln werden historische Daten von Erzeugungsanlagen sowie in Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber ORES Lastgänge an Netzknotenpunkten herangezogen. Fehlende Daten werden durch die Rekonstruktion von Werten basierend auf Referenzanlagen und Referenzprofilen (gegliedert nach Erzeuger und Verbrauchergruppen) berechnet. Um das Angebot an Daten für die eigentliche Simulation und Demonstration zu erweitern, sieht Courant d’Air die Installation von Hardware für Aufzeichnung und Übertragung der Daten von insgesamt ca. 35 Anlagen bzw. Verbrauchen vor. COCITER wird sich mit der Analyse der Daten befassen, deren Sammlung, Formatierung und Übertragung zur zentralen Regelungseinheit.

Courant d’Air und COCITER werden unter Berücksichtigung der spezifischen Situation der Wabe Ostbelgien, den zu erwartenden Entwicklungen, und den Ausregelungspotentialen, verschiedene Szenarien zur bestmöglichen Ausregelung der Wabe erarbeiten, bevor im Verbund mit den Nachbarwaben die Ausregelung von Überschüssen und Defiziten analysiert werden wird.

Die Stadt Remich hat sich im Rahmen eines Strategieplanes ambitionierte Ziele beim Ausbau der Photovoltaik gesetzt. Im Zusammenspiel mit einer Holzvergasungsanlage sollen dadurch langfristig 100% des Strombedarfs abgedeckt werden.

Eida verkauft grünen Strom, Erdgas und erneuerbare Wärme auf dem Luxemburger Energiemarkt. Eida ist als Stromversorger der Stadt Remich tätig.

Strategische Projektpartner

Die Stadtwerke Saarbrücken Consulting GmbH ist Allround- Dienstleister für Energie, Umwelt und Verkehr. Als hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Saarbrücken GmbH nutzt sie das Know-how und die jahrzehntelange Erfahrung des Saarbrücker Stadtwerke-Konzernes.

Überwachung und Betrieb des regionalen Verteilnetzes im Saarland

Fakultät für Angewandte Wissenschaften, Abteilung für Elektrizität und Informatik, Arbeitsgruppe Smart Grids, angewandte Mathematik, Ausbildung

REScoop.eu ist der europäische Dachverband der Bürgerenergiegenossenschaften für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Westnetz ist als Verteilnetzbetreiber im Westen Deutschlands, und somit in der Region um Trier, tätig. Westnetz ist verantwortlich für Betrieb, Planung, Bau und Instandhaltung von 195.000km Stromleitung und 26.000 km Gasleitung.

URM ist Verteilnetzbetreiber der Stadt Metz und weiterer 141 Kommunen in der Region und zuständig für fast 4.000km Stromleitungen. URM gewährleistet den Betrieb sowie die Entwicklung und Modernisierung des öffentlichen Verteilnetzes für Strom.

F&E Dienstleistungen sowie individualisierte Beratung im Bereich der Energietechnik (kommunale und industrielle Energietechnik, Gebäude, Automotive)

Das TWEED Cluster unterstützt qualitativ hochwertiger Projekte zur Produktion und Nutzung nachhaltig erzeugter Energie und setzt sich für deren Umsetzung ein. Das Cluster vereint zahlreiche Akteuren der Energiebranche aus der Wallonie. Seine Haupttätigkeiten beziehen sich auf: • Networking zwischen Industriebetrieben, Wirtschaftsunternehmen und anderen Akteuren der Energiewirtschaft • Reaktive und proaktive Tätigkeiten um Projekte voranzubringen • Technische Unterstützung und Projektmanagement • Organisation von Veranstaltungen, allgemeinen Treffen, Workshops, bilateralen Treffen, Face to face meetings, Unternehmensbesuche, etc. zum Networking • Entwicklung von Synergien mit anderen Akteuren der Energiebranche • Lokale und internationale Förderung von Mitgliedern • Erstellung von Industrie-, Technologie- und Marktstudien über die Energiebranche

Luxinnovation ist die nationale Agentur für Forschung und Innovation. Die Rolle von Luxinnovation ist: • Förderung von F & E und Innovation in Luxemburg • informieren und innovative Start-ups, Unternehmen
und öffentlichen Forschungseinrichtungen zu unterstützen und sie in jeder Phase
ihrer Innovations Projekte zu begleiten • die Luxemburger Regierung im Bereich der F & E und Innovation zu
informieren, unterstützen und beraten • die öffentliche Darstellung der verschiedenen Facetten der F & E und
Innovation , so weit wie möglich zu verbessern. Ausserdem leitet Luxinnovation die Luxembourg Cluster
Initiative mit u.a. dem EcoInnovation Cluster. Das EcoInnovation Cluster ist ein Netzwerk, das die verschiedenen Akteure des „Clean Technologies“ Sektor mit dem Ziel der Schaffung und Entwicklung neuer und nachhaltiger Geschäftsmöglichkeiten, vor allem durch Zusammenarbeit im Bereich F & E und Innovationsprojekte. Thematische Schwerpunkte des Clusters sind: Zirkular Wirtschaft, nachhaltige Mobilität, nachhaltige Städteplanung und intelligente Technologien.

Stromlieferant und Netzbetreiber

Mit rund 8.000 Studierenden ist die Hochschule Trier eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz. Die sieben Fachbereiche bilden die organisatorischen Grundeinheiten der Hochschule in Bezug auf Studium, Lehre und Forschung: 1. BLV, 2. Informatik, 3. Technik 4. Wirtschaft, 5. Gestaltung, 6. Umweltplanung/Umwelttechnik und 7. Umweltwirtschaft/Umweltrecht Am Standort Umwelt Campus Birkenfeld konzentrieren wir uns auf umweltrelevante Forschung und Studienangebote.