Aktuell EU Green Week 2018

Wir sind dabei: Im Rahmen der diesjährigen Green Week der Europäischen Kommission stellen wir die "Energiewaben" vor. Und wir laden Sie ein, sich uns anzuschließen!

Was:     Die Vorstellung und Simulation der Energiewaben und ein Besuch in der Energiewabe Remich
Wann:   Mittwoch, 27. Juni 2018, 10 - 17 Uhr
Wo:       Busbahnhof / Gare routière Esplanade, 5533 Remich, Luxembourg

Energiewaben_Rendering 01_160926_Ausschnitt mit Logo_HP.jpg
Der neue Gare Routière, Quelle: Valentiny hvp architects

>> Hier geht es zum Programm!

Wir stellen die Energiewaben der Großregion SaarLorLux, Wallonie und Rheinland-Pfalz vor. Eine Energiewabe ist eine räumlich abgegrenzte, aber keine autarke Region. Sie optimiert sich mit Hilfe eines intelligenten Stromnetzes (Smart-Grid) und eines virtuellen Kraftwerks über eine Leitstelle selbst. Insgesamt wurden vier virtuelle Energiewaben aufgebaut: in Metz (F), in Remich (L), in Ostbelgien rund um die Stadt Eupen und in Trier (D). Diese werden in einem Modell länderübergreifend zusammengeschaltet, wobei Stromerzeugung und -verbrauch in der eigenen und in Nachbarwaben mittels verschiedener Optionen ins Gleichgewicht gebracht werden sollen. Ziel ist, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und zugleich Engpässe in den Übertragungsnetzen zu vermeiden.

In der Großregion sind zur Erreichung der Klima- und Energiewendeziele vor allem Windkraft- und Fotovoltaikanlagen von besonderer Bedeutung. Ihre witterungsbedingte Stromerzeugung kann dazu führen, dass je nach Stromnachfragesituation Anlagen abgeregelt werden müssen. Das soll im Modell der Energiewaben möglichst verhindert werden. Denn hier werden Stromerzeugung und Stromverbrauch mittels Schaltung entsprechender Verbraucher, Erzeuger sowie mit Hilfe von Speichern zu einem Ausgleich gebracht.

Kann der Strom in einer Wabe nicht vollständig verbraucht werden, so wird er auf Verteilnetzebene an Nachbarwaben geliefert, die zum fraglichen Zeitpunkt Strom benötigen. Aktuell wird dieser mögliche, auch grenzüberschreitende Stromaustausch in einem Modell dargestellt. Entsprechende Simulationen werden am Green Week-Tag vorgestellt. Sie zeigen, wie und unter welchen technischen Rahmenbedingungen ein solcher Austausch auch in der Realität und in der Zukunft funktionieren kann.

Außerdem werden am Green Week-Tag Besichtigungen der Erzeugungsanlagen der Wabe Remich angeboten und deren Funktionsweise erläutert.

Die Veranstaltung wendet sich an Energieversorger, Netzbetreiber, Stromhändler, Betreiber und Projektierer von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, Studentinnen und Studenten und natürlich an ein interessiertes Fachpublikum.

Mehr Infos zum Event auf der Green Week-Homepage:
https://www.eugreenweek.eu/partner-events/energy-cells-regional-energy-supply-greater-region

Ansprechpartnerin:
Barbara Dröschel, IZES gGmbH, droeschel@izes.de, +49 (0)681 844 972 52.

>> zum Download

 


 

EnergieWabenGR

Ein Verbund länderübergreifender dezentraler Stromerzeugung in der Großregion Saar-Lor-Lux Belgien und Rheinland-Pfalz auf Verteilnetzebene.

20170223 Waben_konzept.png

Die Großregion (GR) hat bereits auf ihrem Gipfel im März 2014 erklärt, sich zur „europäischen Modellregion für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ entwickeln zu wollen. Aufgrund verfügbarer Ressourcen werden in der Großregion insbesondere fluktuierend einspeisende erneuerbare Energien (fEE) wie Wind und Photovoltaik, aber in einigen Regionen auch Bioenergiekraftwerke weiter ausgebaut. Allerdings gibt es über den ohnehin etablierten Börsenhandel und die internationalen Kuppelstellen im Übertragungsnetz hinaus bislang keinen Stromaustausch zwischen den Ländern und Regionen der Großregion.

Um die Situation zu verbessern, müssen die Energieinfrastrukturen grenzübergreifend stärker vernetzt werden, um so ggf. auch unterhalb der Übertragungsnetzebene Strom austauschen zu können und somit zur Systemstabilisierung beizutragen. Das Energiewabenkonzept bietet im Verbund hierfür eine mögliche Lösung.

Es sollen zunächst vier Energiewaben in der Großregion konzipiert werden.

  • Eine Energiewabe in Trier, Rheinland-Pfalz, und Umgebung
  • Eine Energiewabe in Metz, Lothringen, und Umgebung
  • Eine Energiewabe in Remich, Luxemburg
  • Eine Energiewabe in Ostbelgien
Karte
Lokalisation der vier Energiewaben in der Großregion

 

Zur Umsetzung des Projekts hat sich ein Konsortium aus acht Partnern, die die Umsetzung des Konzepts voranbringen und weiteren 11 strategischen Partnern, die unterstützend zu spezifischen Fragestellungen herangezogen werden, gebildet. Die Struktur des Konsortiums verdeutlicht die folgende Grafik. Weitere Informationen zu den Partnern und ihrer Rolle im Projekt.

 

Das Energiewaben-Konsortium

 

konsortium_de.pngDie Partner nach Regionen und die strategischen Partner